Über mich
Über mich
1977, Meran
ETH Zürich
Universität Innsbruck
Lebenslauf
Koordinator von FORort
(Forschungsinstitut für Orts- und Regionalplanung)
an der EURAC Bozen
externer Professor am Politecnico di Milano
(Kurs: The Debate on Sustainability)
Direktor Amt für Urbanistik/Private Bauten
und Mobilität der Stadt Meran
Freier Journalist für die "Dolomiten"
und "TEC21" des SIA Zürich
Director Research ETH Zürich
SIA Schweiz
Dr.sc. ETH Zürich
Dozent USI Lugano
Dozent ETH Zürich
MAS ETH TKS, ETH Zürich
Arch. Qualifikation, IUAV Venedig
Arch. Di. Universität Innsbruck
Es ist mein besonderer Lebenslauf, einerseits als erfahrener Architekt, andererseits als ehemaliger «Managing Director Research ETH Zürich» mit der Betreuung verschiedenster Forschungsprojekte (Denkmalpflege, kreislauffähiges Bauen für die Nachhaltigkeit, neue Drucktechnologien mit Beton) und mit der Koordination der städtebaulichen Forschung zwischen der Stadt Zürich und der ETH Zürich, der mir einen außergewöhnlichen Hintergrund gibt, um über eine nachhaltige Stadt nachzudenken. Derzeit arbeite ich zum einen als freier Journalist für die Tageszeitung «Dolomiten», sowie für den Quart Verlag (sam Architekten) und die Zeitschrift TEC21 des SIA in der Schweiz, zum anderen aber als externer Professor am Politecnico di Milano (Kurs: The Debate on Sustainability) und als Koordinator von FORort (Forschungsinstitut für Orts- und Regionalplanung) an der EURAC Bozen.
Berufserfahrung & Schlüsselkompetenzen
Koordination des Forschungsprojekts «Wege in eine städtebauliche Zukunft»
Zwischen der ETH Zürich und dem Amt für Städtebau Zürich.
Skills: Kommunikationsfähigkeit, Projektmanagement, Stakeholdermanagement, Problemlösung
Managing Director Research
ITA – Institut für Technologie in der Architektur ETH Zürich.
Skills: Mitarbeiterführung, Finanzmanagement, Selbstdisziplin, Teamwork
Dozent
Professur für Architektur und Bauprozess ETH Zürich.
Skills: Präsentationsfähigkeiten, Empathie, Bildungsmanagement, Kritisches Denken
Stadtplanung
Mit dem Aufkommen der individuellen Mobilität Mitte des letzten Jahrhunderts ist Stadtplanung grundsätzlich in Vergessenheit geraten. Das Primat lag eben bei der Verkehrsplanung. Entstanden sind Vororte und Agglomerationen entlang landschaftsprägender Verkehrsinfrastrukturen, Aneinanderreihungen von autistischen Einzelbauten. Jede Parzelle treibt ihr eigenes, ihre eigene dimensionierte Einfahrt, ihre Parkfläche, ihre Abgrenzung zum Gehsteig. Wir müssen Städtebau betreiben!
Beratung
Die Stadt der Zukunft. Wenige Themen beflügeln die Fantasie mehr. Manche sehen uns in riesigen Wolkenkratzern leben, an deren Wänden Pflanzen sprießen und in deren Mitte ein Wald mit einem Vergnügungspark gedeiht. Andere sagen das Ende der individuellen Mobilität voraus und sehen den Einsatz von autonomen Shuttleflotten als Lösung. Das würde den Bedarf an Parkplätzen und Straßen reduzieren. Die Stadtbewohner könnten auf den frei gewordenen Flächen gärtnern und sich selbst versorgen. Was auch immer kommt, eines ist sicher: Die Weltbevölkerung hat sich in den letzten 50 Jahren verdoppelt. Die Frage ist hier, wie wir unsere Städte smart machen, denn in den Städten wird sich die Zukunft entscheiden.
Verdichtung mit multipler Qualität. In diesem Sinne werden neue Typologien der städtischen Nachverdichtung verglichen und gemeinsam ausgearbeitet. Dabei werden dank neuester digitaler Technologien alle Fachbereiche in einer Software vereint und zusätzlich mit Radwegen, öffentlichen Grünflächen, Bushaltestellen und Parkplätzen aller Stadtteile abgeglichen, sodass die Qualität des unmittelbaren Lebensraumes überprüft werden kann.
Forschung
Kreislaufwirtschaft – die Menschheit steht vor einem Problem mit Baumaterialien. Wenn wir Baumaterialien weiterhin so verbrauchen, werden wir bald ernsthafte Schwierigkeiten bekommen. Wir müssen viel sorgfältiger mit unseren natürlichen Ressourcen umgehen. Besonders im Bausektor erfordert dies eine gute Planung für neue Gebäude, wobei die Langlebigkeit von Anfang an im Mittelpunkt stehen muss und das Recycling am Ende der Nutzungsdauer des Gebäudes miteingeplant werden sollte. Alle natürlichen Prozesse auf dieser Erde funktionieren als Kreislauf. Würden wir ein geschlossenes System in der Bauindustrie entwickeln, bräuchten wir keine Mülldeponien mehr.
Zusätzlich wird es bald an Materialverfügbarkeit mangeln. Seit 2014 gibt es Berichte aus der Europäischen Union, dass wir weltweit Engpässe bei Zink und Kupfer haben werden. Sogar bei Sand haben wir dieses Problem, denn mittlerweile hat Deutschland begonnen, Sand aus Australien zu importieren, um Beton herzustellen (Prof. Dirk Hebel Karlsruhe). Dies bedeutet, dass 55 % des gesamten Energieverbrauchs eines Gebäudes bereits verschwendet werden, bevor es überhaupt bewohnt ist, und zusätzlich dazu wurden auch schon all die klimaschädlichen Emissionen in unsere Atmosphäre abgelassen. Und jetzt fangen wir an und drehen den Heizkörper um 2 °C herunter, anstatt einfach die Wände um 10 % dünner zu planen, was wir jederzeit tun könnten. In diesem Sinne scheinen wir in unseren Häusern zu viel Komfort zu genießen, und als Beispiel haben wir wahrscheinlich eine zu starke Schalldämmung. Auch wenn wir Wohnräume mit 16 cm dicken Decken bauen könnten, bauen wir sie immer noch 32 cm dick. Natürlich möchten wir unsere Nachbarn nicht für drei Sekunden am Tag hören.
Unser Müll ist ein Konstruktionsfehler. Heutzutage verkleben wir Baumaterialien so, dass es fast unmöglich ist, sie wieder voneinander zu trennen. In diesem Sinne ist Müll ein Konstruktionsfehler, da wir ständig Bauteile realisieren, die wir danach nicht mehr in derselben Qualität in eine zirkuläre Architektur überführen können. Unsere derzeit bebaute Umgebung wurde noch nicht so konzipiert, dass sie wiederverwendet werden kann, weshalb wir in Zukunft eine Kreislaufwirtschaft brauchen, die mit einem durchdachten Design beginnt. Das Ergebnis: Auf jedem Strukturelement, das in einem Gebäude verwendet wird, könnte stehen: «Ich war schon einmal ein Haus» oder zum Beispiel, das Blech, das an der Außenfassade eines Bürokomplexes verwendet wurde, war zuvor ein Kirchturmdach. Dies ist das Leitmotiv: «Weniger für mehr» – Bauen mit weniger Material für mehr Menschen.